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Schuldner

Der Schuldner ist verpflichtet, aus einem bestehenden Schuldverhältnis eine Leistung an den Gläubiger zu entrichten. Schuldner kann sowohl eine natürliche als auch eine juristische Person sein.

Kommt der Schuldner seiner Zahlungsverpflichtung nicht nach, ist der Gläubiger dazu berechtigt, gerichtlich gegen ihn vorzugehen und/oder ein Inkassobüro mit der Geldeintreibung zu beauftragen. Die Zahlung kann über ein Betreibungsverfahren vom Inkassounternehmen oder dem Gläubiger selbst eingefordert werden. Hierzu muss lediglich ein Inkassoauftrag erteilt werden. Ist der Schuldner zahlungsunfähig, so kann er seine Schuld über ein Schuldanerkenntnis belegen und diese in mehreren Raten abzahlen.

Ein Schuldner wird auch Debitor genannt. Der Begriff Debitor wird aus dem Lateinischen abgeleitet („debere“ = schulden). Umgangssprachlich ist es einfach der Kunde, der für eine erhaltene Leistung eine Geldschuld erbringen muss.

Das Schuldverhältnis

In der Regel spricht man von einer Geldschuld, wenn man von Schulden spricht. Prinzipiell verpflichtet eine erhalten Leistung – sei es eine Dienstleistung oder die Lieferung eines Produktes – dazu, eine Geldleistung zu zahlen. Man unterscheidet zwei unterschiedliche Schuldverhältnisse:

Gesetzliches Schuldverhältnis

Eine Person gerät in ein Schuldverhältnis durch gesetzliche Bestimmungen. Das kann ein Schadenausgleich im Falle einer Sachbeschädigung oder Körperverletzung sein. Der Geschädigte erhält einen Anspruch auf Geldleistung.

Vertragliches Schuldverhältnis

Ein individuell ausgehandelter Vertrag verpflichtet beide Parteien zur Erbringung der im Vertrag genannten Leistung. Der Kunde zahlt beispielsweise für eine Handwerkerleistung den vereinbarten Geldbetrag.

Im Gegensatz zum vertraglichen Schuldverhältnis setzt das gesetzliche Schuldverhältnis keine vertragliche Beziehung voraus.

Der Schuldner und seine Pflichten

In dem Vertrag zwischen Unternehmen und Lieferant oder Unternehmen und Kunde wird u. a. auch die Fälligkeit der Leistung festgehalten. Der vereinbarte Geldbetrag muss innert der vorgegebenen Zahlungsfrist beglichen werden. Andernfalls gerät der Kunde in Zahlungsverzug. In diesen Fällen gibt es die Möglichkeit, die offene Forderung aussergerichtlich oder gerichtlich einzufordern. Nicht selten nimmt der Gläubiger für die Geldeintreibung professionelle Hilfe mit ins Boot.

Eine verspätete Zahlung bzw. eine Nichtzahlung einer Rechnung kann für den Gläubiger schwere finanzielle Schwierigkeiten bedeuten. Zwischenfinanzierungen zu überteuerten Konditionen müssen abgeschlossen werden, um die Aussenstände zu begleichen. Viele Schuldner nehmen ihre Geldschuld nicht so ernst, vergessen jedoch, dass daran Existenzen hängen.

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